Christina Lourenco — eure freie Rednerin aus Iffezheim.
Pädagogin, Fotografin, Zuhörerin. Jetzt auch: Rednerin für die Momente, die bleiben.
Einleitung
Ich schreibe das hier mit einer Tasse Tee in der Hand und der Erinnerung an über fünfzig Hochzeiten, bei denen ich als Fotografin stille Beobachterin war. Dieser Text soll euch zeigen, wer ich bin — nicht, weil mein Lebenslauf euch überzeugen soll, sondern weil ihr mir einen eurer wichtigsten Momente anvertraut. Und bei so etwas will man wissen, wer vor einem steht.
Mein Name ist Christina Lourenco. Ich wohne mit meinem Mann in Iffezheim, einem Ort nahe Rastatt und Baden-Baden. Wir wohnen am Waldrand in unmittelbarer Nähe zum Rhein auf der einen und zum Nordschwarzwald auf der anderen Seite. Ich bin Pädagogin, Fotografin — und seit Kurzem freie Rednerin. Dieser dritte Weg ist neu. Und er fühlt sich richtig an.
Mein Weg
Ich habe Pädagogik studiert, weil mich von früh an interessiert hat, wie Menschen zu dem werden, was sie sind. Wie Sprache uns formt. Wie ein einziges gutes Gespräch eine ganze Woche verändern kann. Nach dem Studium war ich Lehrerin — an einer Grundschule und parallel in der Erwachsenenbildung tätig.
Was ich in dieser Zeit gelernt habe: Zuhören ist eine Fähigkeit, die man übt. Empathie ist kein weiches Talent, sondern harte Arbeit. Und vor Menschen zu sprechen, ist nicht Performance, sondern Verantwortung. Ich habe vor Klassen mit 27 Kindern gestanden, vor Lehrerkollegien, vor Eltern mit verschränkten Armen — und gelernt, ruhig zu bleiben, wenn es im Raum nervös wird. Diese Ruhe ist das, was ich heute in jede Zeremonie mitbringe.
Die Fotografie
Vor 35 Jahren hatte ich erstmals eine Kamera in der Hand. Ich liebte es, mich mit Fotografie zu beschäftigen. Vor 15 Jahren begann ich, mich noch intensiver mit dem Metier zu befassen — zunächst rein privat, schließlich nahm es professionelle Formen an. Mittlerweile begleite ich regelmäßig Hochzeiten, Familien und große Lebensmomente als Fotografin (meine Arbeit findet ihr auch auf christina-lourenco.de). Dabei habe ich etwas gelernt, was mich bis heute prägt: Die wichtigsten Momente sind nie die geplanten.
Der Blick der Braut auf ihre Mutter, zwei Sekunden nachdem die Rede zu Ende ist. Die zitternde Hand des Trauzeugen, während er spricht. Der kurze Moment, in dem zwei Großeltern sich anlächeln, weil sie dasselbe gedacht haben. Das sind die Bilder, die ich jahrelang eingefangen habe — und irgendwann habe ich gemerkt, dass ich verstehen wollte, was sie auslöst. Was Menschen dazu bringt, in einem solchen Moment weich zu werden. Und was an den richtigen Worten liegt.
Warum Rednerin — und warum jetzt
Im Herbst 2025 kam eine Anfrage, mit der ich nicht gerechnet hatte: Ein befreundetes Paar bat mich, ihre freie Trauung zu halten — nicht zu fotografieren. „Du kennst uns so gut, und du kannst mit Sprache umgehen. Willst du es machen?"
Ich habe eine Woche gebraucht, um zuzusagen. Nicht weil ich Zweifel hatte, sondern weil mir klar wurde, dass ich das nicht als einmaliges Experiment machen wollte. Wenn ich vor Menschen stehe und über ihre Liebesgeschichte spreche, dann mit der gleichen Ernsthaftigkeit, mit der ich über Jahre hinweg ihre Bilder gemacht habe.
Ich stehe am Anfang dieses Weges. Das ist keine Schwäche — das ist Freiheit. Keine festgefahrenen Formeln, keine Routine, kein Copy-Paste-Standardtext. Jede Zeremonie bekommt meine volle Aufmerksamkeit, weil ich mich noch ehrlich darüber freuen kann und es mich berührt, was Menschen einander bedeuten.
Meine Werte
Zuhören
Bevor ich einen Satz schreibe, höre ich zwei, drei Stunden zu. Nicht als Interview, sondern als Gespräch. Die Geschichten, die mich berühren, kommen fast immer zwischen den Fragen — in Nebensätzen, in kleinen Anekdoten, in dem, was jemand lachend oder stockend erzählt. Mein Job beginnt mit Aufmerksamkeit.
Ehrlichkeit
Ich verkaufe euch nichts, wovon ich nicht überzeugt bin. Wenn ich glaube, dass eine andere Rednerin besser zu euch passt, sage ich das. Wenn ein bestimmtes Ritual mir nicht stimmig erscheint, sage ich auch das. Und ich schreibe keinen Satz, hinter dem ich nicht stehen könnte.
Handwerk
Eine Rede ist Arbeit, nicht Inspiration. Ich schreibe Entwürfe, verwerfe sie, schreibe neu. Ich lese laut, höre auf den Rhythmus, feile an einzelnen Wörtern. Das ist mein Handwerk — und es ist mir heilig. Keine Rede verlässt meinen Schreibtisch, ohne dass ich sie mindestens dreimal überarbeitet habe.
Außerhalb der Arbeit
Wenn ich nicht am Computer arbeite oder hinter der Kamera stehe, genieße ich gerne die Natur. Allein, mit meinem Mann und / oder mit anderen Herzensmenschen. Ich liebe Besuche im Programmkino — gerne französische Filme, die mich herzhaft zum Lachen oder auch zum Weinen bringen. Gesellige Restaurant- oder Cafébesuche bringen wunderbare Genussmomente mit sich und nicht selten sind wir die letzten, die das Lokal verlassen. Die Geselligkeit setzt sich in lustigen und ausgiebigen Spieleabenden fort. Doch oft mag ich es auch ganz leise — einfach nur ich und meine Lieblingsmusik.
Das sind Kleinigkeiten — aber wenn ihr mir die Begleitung eines eurer wichtigsten Lebensmomente anvertraut, fühlt es sich richtig an, dass ihr das auch wisst.
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